Um es gleich vorweg zu nehmen: Diese Weiße braucht keinen Sirup. Garantiert nicht. Thomas Tyrell von Stone Brewing versteht sein Handwerk und hat mit White Geist eine spritzige Berliner Weiße geschaffen, die einem Craft Beer gerecht wird.

Wie alle Biere der Kalifornischen Brauerei kommt die Weiße aus der Dose. Wer dabei jetzt eher Assoziationen an Billigbier oder Plörre hat, den können wir beruhigen: Aus Qualitätssicht ist die Aufbewahrung in der Dose das Beste, was man mit Bier machen kann. Denn Licht zersetzt die Aromen des Biers im Nu. Die absolute Dunkelheit in der Dose garantiert daher die beste Haltbarkeit des Geschmacks.

Doch zurück zur Berliner Weiße. Der White Geist will schon beim Öffnen der Dose ans Licht: Schäumend quillt der sämige und großporige Schaum heraus. Beim Eingießen ins Glas verwehrt der dichte Schaum zunächst den Blick auf das goldgelbe, fast klare Bier.

Wer jetzt einen typisch sauren Geruch erwartet, wird überrascht. Ein sehr fruchtiger und ausgesprochen süßer Geruch erinnert an Zitrusfrüchte, Mango und Pfirsich.

Erst beim Trinken kommt die erwartete Säure, fein ausbalanciert mit einem kurzen süßen Eindruck. Jetzt sind die Zitrusaromen deutlich im Vordergrund. Zusammen mit der schönen Säure am Gaumen erinnern diese an Zitronen. Die leichte Bittere macht sich erst im Abgang bemerkbar, zusammen mit einer prickelnden Süße.

Seit September ist White Geist bei Stone Brewing erhältlich. Eine gelungene Berliner Weiße, die man nicht nur im Sommer trinken kann. Am besten aber knackig kalt!

Stone White Geist Berliner Weiße
  • Brauerei: Stone Brewing
  • Alkoholgehalt: 4,7 % vol.
  • Stil: Berliner Weiße
  • Hopfen: Huell Melon, Callista