Mit drei kaltgehopften Bieren erweitert die Braumanufaktur Welde aus Plankstadt im Nordwesten von Baden-Württemberg ihr Craft Beer Sortiment: Seit Juli gibt es nun ein Pale Ale, ein India Pale Ale sowie ein mit Citra gehopftes Helles von der Badischen Brauerei.

Für die Auswahl der Hopfensorten hat sich Braumeister Stephan Dück dabei viel Zeit genommen: „Wir haben viele verschiedene Pale Ales und IPAs von führenden internationalen Brauereien getestet. Die besten Hopfensorten, also die mit den interessantesten und schönsten Aromen, haben wir dann für unsere Versuchssude bestellt und ausprobiert.“ Deren Präsentation auf mehreren Craft Beer-Messen sei bei Fachleuten und Bierenthusiasten sehr gut angekommen, meint Welde-Chef Hans Spielmann.

Beim neuen Pale Ale hatte wohl zumindest auch ein Gott seine Finger im Spiel: Der amerikanische Zwerghopfen Pekko ist nach dem finnischen Gott des Feldes und der Fruchtbarkeit benannt. Zusammen mit den ebenfalls aus den USA stammen Hopfensorten Simcoe und Cascade gibt dieser dem Pale Ale aus Plankstadt seinen Geschmack. Unterstrichen wird die markante, fruchtige Aromenvielfalt von der eingesetzten American Ale Hefe.

Auch im IPA sorgt ein nach einem Gotteswesen benannter Hopfen für Geschmack: Das haitianische göttliche Geistwesen Azacca, zuständig für die Landwirtschaft und bisweilen auch für Liebesangelegenheiten, ist Namensgeber für den neuen Zwerghopfen gleichen Namens. Im neuen IPA aus Plankstadt sorgt er mit seinen Aromen von Zitrusfrüchten, Mango, Birne und Tannennadeln für harmonische Fruchtigkeit. Der ursprünglich japanische Hopfen Sorachi Ace wird mittlerweile auch in der Hallertau angebaut und bringt mit seinem starken Lemon- und zarten Kokosaroma würzige Noten und eine harmonische Bittere ins Bier. Auch im IPA kommt die American Ale-Hefe zum Einsatz. Fast zwölf Wochen konsequent hopfengestopft und kältegereift, entfaltet das IPA einen frischen Duft.

Im Citra Helles macht der namengebende Hopfen seinem Ruf alle Ehre. Der „Obstsalat unter den Hopfen“ bringt neben Noten von Limette und Grapefruit die verschiedensten tropischen Fruchtaromen mit. Gepaart mit den Aromen aus der Welde-eigenen Hefe ist ein fruchtig-frisches Helles mit angenehmer Bittere entstanden.

Immer wichtig für die Welde-Brauer: die Biere sollen eine hohe „Drinkability“ haben, also den Gaumen ausgewogen erfreuen. So könne man auch mal zwei oder drei Gläser des edlen Gerstensaftes genießen.

Welde Pale Ale

Goldgelb leuchtendes Pale Ale mit angenehmer Bittere und fruchtig-frischem Geschmack nach Maracuja und Orange.

  • Hopfen: Simcoe, Pekko, Cascade
  • Malz: Gerstenmalz, Weizenmalz
  • Hefe: American Ale
  • IBU: 30
  • Stammwürze: 11,5° Plato
  • Alk.4,8% Vol.
Welde India Pale Ale (IPA)

Tropisch-Fruchtiges India Pale Ale mit ausgewogener Bittere. Hopfenaromen von Ananas, Limone, Mango und Nuancen von Kokos.

  • Hopfen: Azzaca, Cascade, Sorachi Ace
  • Malz: Gerstenmalz, Weizenmalz
  • Hefe: American Ale
  • IBU: 55
  • Stammwürze: 15,2° Plato
  • Alk.6,7% Vol.
Welde Citra Helles

Hopfenbetontes Helles mit frischen Zitronen- und Waldhonig-Noten und leichter Bittere im Abgang.

  • Hopfen: Citra, Select, Yellow Sub
  • Malz: Gerstenmalz
  • Hefe: Welde Hefe
  • IBU: 16
  • Stammwürze: 12,4° Plato
  • Alk.5,2% Vol.