Ob angehender Hobbybrauer oder Fast-Profi – zur Grundausstattung für das Hausbrauen brauchst du einen Läuterbottich. Die meisten Läuterbottiche, die es zu kaufen gibt, sind aus Edelstahl und relativ teuer. Außerdem sind diese meistens zu groß dimensioniert für gelegentliches Heimbrauen. Aber keine Angst, mit der folgenden Anleitung baust du dir einfach deinen eigenen Bottich.
Das Modell Braurebell ist nach gut zwei Jahren Brautätigkeit entstanden. Der Läuterbottich ist platzsparend, einfach zu bauen und hat eine hohe Sudhausausbeute. Außerdem bleibt weniger Maische im Bottich zurück.

Läuterbottich Braurebell
  • Fassungsvermögen: 28 – 30 Liter Maische
  • Sudhausausbeute: zirka 70 Prozent
  • Abmessungen:
  • Kosten:
Baumaterialien
  • Superweithalsfass, 34 Liter Fassunsgvermögen
  • Kupferrohr, 20 cm Länge
  • PVC-Auslaufhahn für Gärbehälter
  • Gewindedichtband
  • Sonstiges: Schaschlikspieß, Laubsäge mit Holzsägeblatt, Teppichmesser, Bohrer mit Holzbohrer 4mm und Metallbohrer 4mm, grobe Feile, Schlauchschelle

Die Basis bildet ein 34-Liter Superweithalsfass. Weitere Materialien sind ein Kupferrohr aus dem Baumarkt, ein passender Silikonschlauch, ein Auslasshahn wie er für Gärbehälter verwendet wird und etwas Dichtmaterial.

Nachdem du den Dichtring entfernt hast kannst du den Rand des Deckels entfernen. Säge dazu den seitlichen Rand mit einer Laubsäge (am besten ein Holzsägeblatt verwenden) zunächst senkrecht an. Anschließend sägst du entlang der Rundung des Deckels und trennst den äußeren Rand ab.

Damit aus dem übriggebliebenen Innenteil ein Sieb für die Maische wird, braucht es natürlich noch Löcher. Zunächst schneide jedoch den überstehenden Grat vorsichtig mit einem Teppichmesser ab. Nun kannst du die Bohrlöcher anzeichnen. Damit die Stabilität des Deckels erhalten bleibt, solltest du die Bohrlöcher möglichst versetzt anzeichnen.

Bohren lassen sich die Löcher am besten mit einem Holzbohrer. Lege dabei unter den Deckel zum Beispiel ein altes Brotbrett, damit dein Esstisch – oder wo immer du die Löcher bohrst – nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Löcher sollten einen Durchmesser von 4 Millimeter haben. Glückwunsch! Das erste Teil deines Läuterbottichs hast du damit schon fertig.

Die Maische muss natürlich auch wieder aus dem Läuterbottich ablaufen. Dein Selbstbau-Läuterbottich braucht ein Loch! Benutze für das Anzeichnen des Auslaufs die Dichtscheibe des Auslasshahns. Zeichne möglichst dicht am Außenrand der Unterseite des Bottichs, da der Boden hier waagerecht ist und der Auslass später dicht sein muss. Passe dabei auf, dass im Läuterbottich noch genug Platz für die Gegenmutter bleibt.

Jetzt geht es wieder ans Bohren. Benutze wieder einen Holzbohrer und setze innerhalb des Kreises dicht an dicht Bohrlöcher. Jetzt kannst du das Loch für den Auslass des Läuterbottichs herausbrechen. Schön sieht das noch nicht aus, aber grobe Holzfeile reicht aus um das Loch zu glätten.

Jetzt fehlt nur noch der Auslasshahn für den Läuterbottich. Verwende dafür einen handelsüblichen Auslasshahn für einen Gärbehälter. Säge zunächst das Teil in dem der (mistens rote) Zapfen steckt, mit einer Laubsäge gerade ab. Damit später möglichst wenig Maische ungenutzt in deinem selbstgebauten Läuterbottich zurück bleibt, achte darauf, dass Gewinde soweit abzusägen, dass es nicht über die Gegenschraube übersteht. Am besten schraubst du den Auslass zusammen mit dem Dichtring in den Läuterbottich und markierst den überstehenden Gewindeteil.

Für den Anschluss des Silikonschlauchs verwendest du ein vorher auf zirka 10 cm Länge gekürztes Kupferrohr mit 18 cm Durchmesser. Umwickel das eine Ende mit einer dünnen Lage Installations-Dichtband. Das Kupferrohr muss später dicht im Gewinde sitzen, damit nichts auslaufen kann. Die richtige Anzahl von Dichtband-Lagen herauszufinden benötigt dabei etwas Fingerspitzengefühl. Im Zweifel versuche ein paar Mal, ob die Lagen schon reichen oder noch zuviel sind. Drehe dabei das umwickelte Ende immer in Wickelrichtung vorsichtig in das abgeschnittene Ende des Auslasshahns.

Die Maische ist heiß und die Materialien des Läuterbottichs dehnen sich aus oder schrumpfen – je nach Material. Daher solltest du die Auslassvorrichtung noch gegen Herausrutschen sichern. Durchbohre das Kupferrohr von einer Seite auf Höhe der Gegenmutter. Den Holzspieß steckst du am Boden des Läuterbottichs in die Sicherungslöcher des Auslaufs. Drehe die gesamte Auslassvorrichtung dann so, dass die lange Seite des Holzspießes gegen die Bottichwand drückt und nicht versehentlich aus der Bohrung im Kupferrohr rutschen kann.

Am Schluss kommt das Sieb kommt mit der gewölbten Oberfläche nach oben in den Läuterbottich. Der Maischebottich lässt sich bequem auf einen Tisch stellen und der Silikonschlauch am Auslass befestigen. Das eine Ende des Schlauchs kannst du mit einer Schlauchschelle am Kupferrohr befestigen, das andere Ende mit einer Zwinge verschließen.

Und nun: Viel Spaß beim Brauen!